Donnerstag, 28. Januar 2016

Was für ein tolles Buch!

Da stehen Sätze, die möchte man sich auf ein Kissen sticken: "Wenn ich mich in meinem Alter noch über Menschen wundern würde, käme ich nicht mal mehr zum Zähneputzen." Oder: "Wenn du Glück hast, wirst du halbwegs erwachsen, wenn du alt bist."
Und dann sind es auch die vielen Sätze, die nicht da stehen, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Ich glaube, ich habe durch das Buch etwas über Heimat verstanden, oder zumindest Stoff zum darüber nachdenken bekommen. Was ist Heimat? Und was passiert, wenn sie, wie im Raum Tschernobyl, unbewohnbar wird. 



Es geht um die Leute, die nach dem Unglück zurückgekehrt sind in ihre Dörfer. Es gibt sie nicht nur im Roman. (Hier gibt es übrigens eine interessante Bilderstrecke dazu: http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/panorama/Die-verlorenen-Orte-um-Tschernobyl-article3065246.html)
Das Buch hat eine Leichtigkeit, die man angesichts des Themas nicht vermuten würde. Und das ist gut so. Den Rest dürft ihr selbst lesen, auch wenn ich mir furchtbar auf die Zunge beißen muss, um nichts von dem M... zu verraten und der einzigartigen Protagonistin. Viel Spaß beim Lesen von
Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe. Verlag Kiepenheuer und Witsch, 2015.

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